KiD Düsseldorf

Unter der Bezeichnung KiD - Stationäre Facheinrichtung - Hilfe für gewaltgeschädigte Kinder betreibt die Kind in Düsseldorf gGmbH (Handelsregister: Amtsgericht Düsseldorf, HRB 29487) ein Objekt mit einer Wohngruppe in der Kronenstraße 38, 40217 Düsseldorf, und einer zweiten Wohngruppe in Am Vogelsang 5, Düsseldorf-Stockum. Geschäftsführer ist Claus Gollmann. Als Gründer werden Claus Gollmann und Gudrun Quitmann und das Jahr 1993 genannt. Beide gehörten zu einer Arbeitsgruppe der Bergischen Diakonie Aprath. Als Gesellschafter wurden 2015 die Hedwig und Robert Samuel-Stiftung, die KiD-Stiftung und das Evangelische Krankenhaus Düsseldorf angegeben.

Untergebracht werden hier Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren im Auftrag des jeweiligen Jugendamts. Die Kinder werden komplett aus ihrem angestammten Leben (Familie, Schule, OGS, Freundeskreis, behandelnde Ärzte, Ergotherapie, Sport, Musikschule, usw.) für eine so genannte Diagnostik herausgelöst.

Grundlage ist der Verdacht einer "Gewaltfamilie". Man nimmt Kinder auf bei denen der Verdacht besteht, dass sie "seelisch und körperlich misshandelt oder sexuell missbraucht wurden." Man spricht vom "Konzept einer spezialisierten stationären Einrichtung".

Nach Erfahrungsberichten von betroffenen Eltern werden in den ersten drei Monaten zweiwöchige Besuchstermine erlaubt. Die Väter werden hiervon eher ausgeschlossen als die Mütter. Beim zweiten Hilfeplangespräch nach drei Monaten wird eröffnet, dass es um Gewaltvorwürfe ginge. Den überraschten Eltern wird gleichzeitig eröffnet, dass die Besuchstermine nur noch vierwöchig möglich seien, um dem Kind ein besseres Einleben zu ermöglichen. Beim dritten sogenannten abschliessenden Hilfeplangespräch nach sechs Monaten wird den Eltern eröffnet, dass die Diagnostik noch nicht abgeschlossen sei und eine Unterbringung von weiteren sechs Monaten notwendig sei. In diesem Zeitraum wird häufig der Entzug des Sorgerechts der Eltern und die Unterbringung in weiteren Einrichtungen oder in Pflegefamilien angestossen, hierbei oft in anderen Bundesländern. Kritisiert wird von Eltern auch, dass dort keine ausreichende Therapie im Falle von wirklich vorhandenen Störungen geboten wird.

Nach den Veröffentlichungen der Videos von TheStudeBaker1955 fanden Hausdurchsuchungen, Computerbeschlagnahmungen und weitere Repressalien gegen Beteiligte statt.

Wir suchen den Kontakt zu Betroffenen, auch ehemaligen Betroffenen für den Erfahrungsaustausch. Bitte wenden Sie sich an: Kontakt.