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Über uns

Wir verstehen uns als Vereinigung, die unter anderem den Erfahrungsaustausch und die Selbsthilfe unter Eltern vor Ort fördern möchte. Wir möchten als Selbsthilfegruppen vor Ort Rat, Unterstützung und wenn akut nötig auch Trost geben. Ab dem Jahr 2016 werden wir regelmässig einen Stammtisch anbieten.

Darüber hinaus sind wir auch über unsere Kontaktdaten erreichbar. Niemand soll ohne Begleitung zu Ämtern, etwa dem Jugendamt gehen müssen. Hierfür bieten wir unsere Begleitung an.

Darüber hinaus möchten wir auch die Gründung von Selbsthilfegruppen außerhalb von Neuss unterstützen.

Familie ist ein Menschenrecht!

Wir vertreten die Auffassung, dass Familien bei der Pflege und Erziehung ihrer Kinder vor Ort unterstützt werden sollten. Dies gilt auch für getrennt erziehende Eltern.

Wir halten es für bedenklich, dass Eltern ohne eigenes Einkommen, die also Leistungsempfänger sind, in der Praxis mit diesem Geld allein schon aufgrund der unrealistischen eigenen Mietpreistabellen der jobcenter auf Dauer nicht überleben können. Die neue Armut entspricht nicht mehr dem Prinzip unserer Gesellschaft als Solidargemeinschaft.

Zugleich bieten grössere Krankenhäuser zunehmend bei erster Gelegenheit gestressten Müttern und Vätern einen Aufenthalt in der Psychiatrie für Tagesambulanz und/oder stationär an, ebenso den Kindern. Auch die Jugendämter versuchen auf psychiatrische Behandlungen der Eltern zu drängen. Zum Teil ist dies auch der Einstieg in die dauerhafte Fremdunterbringung der Kinder.

Deutschland verzeichnet eine hohe Zahl von Trennungen und Scheidungen, zudem wachsen viele Kinder schon von Anfang nicht bei gemeinsam lebenden Eltern auf. Beide Elternteile sind aber für ihre Kinder verantwortlich, sie haben Rechte und Pflichten. Dazu gehört der Umgang und die Sorge. Umgekehrt haben auch die Kinder ein Recht auf ihre Eltern. Das Recht auf Familie ist ein Menschenrecht und ein Grundrecht!

Gleiche Rechte und Pflichten für Mütter und Väter!

Mütter und Väter haben gleiche Rechte und Pflichten gegenüber ihren Kindern, den sie nachkommen dürfen sollen und auch müssen. Wir kritisieren den Sprachgebrauch von Ausdrücken wie "Kindesmutter" und "Kindesvater" durch die Jugendämter und Gerichte, denen keine Legaldefinition in Grundgesetz, BGB usw. zugrunde liegt, hingegen jedoch die tradtionelle Vorstellung, dass es sich bei den so Genannten aufgrund ihres Nicht(mehr)-Ehe-Status um grundsätzlich liederliche und verantwortungslose Personen handele.

Unsere Position zu Kindeswegnahmen

KJHG
Eine von vielen Inhobhutnahmen, die sich in Deutschland alle zehn Minuten ereignen.
KJHG
Inhobhutnahmen in der Schule oder im Kindergartner, erstmal eine erzwungene Trennung von den Eltern für längere Zeit.

Wir finden die zunehmenden Zahlen der so genannten "Vorläufigen Maßnahmen" (Inobhutnahmen, § 42 SGB VIII) für alamierend. Nach Statistiken des Bundesamtes für Statistik für das Jahr 2014 wurden 48.059 Inobhutnahmen durchgeführt. Das sind mehr als 130 am Tag, wobei diese Inobhutnahmen auch an Wochenenden durchgeführt werden und auch an Feiertagen, sogar zu Weihnachten. Das heißt, durchschnittlich alle 11 Minuten verlor in Deutschland ein Kind sein Zuhause durch eine Maßnahme der Inobhutnahme. Der häufigste Begründung war Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils. Hinzu kommen noch andere Vorgänge der Fremdunterbringung.

Davon gesetzlich und statistisch zu differenzieren sind die weiteren Maßnahmen der Fremdunterbringung in Wohngruppen (§ 34 SGB VIII Heimerziehung) bzw. Pflegefamilien oder Erziehungsstellen (§ 27, § 33 SGB VIII). Diese Maßnahmen zusammen werden als "lebensfeldersetzende Hilfen zur Erziehung" bezeichnet. Die Besonderheit einer Erziehungstelle ist: Erziehungsstellen werden von den freien Trägern der Jugendhilfe angeboten, die auch das Pflegepersonen auswählen - der Kinderpflegedienst des Jugendamts ist außen vor.

Die Zustimmung hierzu wird in den Jugendämtern von den Eltern oft erpresst: "Wenn Sie der Maßnahme nicht zustimmen, nehmen wir Ihnen das Sorgerecht weg." Manchmal werden solche Vereinbarungen sogar nur handschriftlich aufgesetzt. In einigen Fällen erhalten die betroffenen Elternteile nicht mal eine Kopie des von ihnen unterschriebenen Schriftstücks. Das finden wir nicht in Ordnung.

Für jedes Kind werden erhebliche Beträge aus den Kassen der öffentlichen Hand aufgewendet. Zugleich entwickelt sich hierfür ein regelrechter Markt, der auch Begehrlichkeiten weckt. Waren es 2005 bereits etwa 20 Milliarden Euro, gab die öffentliche Hand im Jahr 2013 nunmehr rund 35,5 Milliarden Euro für die Kinder- und Jugendhilfe aus. Bei diesem Volumen sind Lobbyismus und Korruption nicht auszuschliessen.

Fallbeispiele wie Gelsenkirchen und Bochum zeigen, dass es Personen gibt, die sozusagen die Rolle von Zulieferern von Kindern übernehmen.

KJHG
Leistungen nach dem KJHG (SGB VIII)

Wir können Spitzensätze von bis zu 8000 Euro pro Monat (100.000 Euro jährlich) dokumentieren, etwa bei Bethel und KiD Düsseldorf, denen keine nach unserem Erachten und nach Meinung von Experten keine seriöse Hilfe und Betreuung gegenüber steht.

Wir lehnen Kindeswegnahmen unter Einsatz von Gewalt, ohne vorherige Information der Eltern und der Kinder, etwa unter Beteiligung von Jugendamt, Polizei und Gerichtsvollzieher oftmals in Kindergärten, Grundschulen bzw. Schulen, im familiären Zuhause oder sogar schon teilweise im Kreißsaal ab. Es gibt Fälle, in denen der werdenden Mutter das Sorgerecht schon vor der Geburt des Kindes aberkannt wurde. Wir kennen 1 Fall eines erzwungenen Kaiserschnitts.

Das Prinzip der Verhältnismässigkeit ist durch die Maßnahmen der Jugendämter oftmals nicht mehr gegeben. Wir erfahren häufig, dass nur einzelne Kinder weggebracht werden. Die übrigen Geschwister in diesen Familien leben mit der erheblichen Angst, dass für sie bereits ebenfalls ein ähnlicher Einsatz vom Jugendamt geplant wird. Wir erleben es, dass nicht nur Eltern gegeneinander ausgespielt werden, sondern auch die Großeltern gegen die Eltern.

Wir sehen es als fragwürdig an, dass minderjährige Kriegsflüchtlinge den sie begleitenden erwachsenen Verwandten, etwa Onkel oder Tante, entrissen werden, weil die deutschen Behörden hier keine ausreichend engen verwandschaftlichen Beziehungen erkennen können.

Bei der Wahl von Vormündern und von Betreuungspersonen sind nach unserer Auffassung Personen aus dem Kreis der Verwandten in die engere Wahl zu ziehen.

Unterbringungen von Kindern in jeweils anderen Bundesländern oder gar im Ausland lehnen wir ab. Die Distanz bedeutet zusätzliche Entfremdung von den Eltern und von der Heimat sowie in der Praxis eine mangelnde Aufsicht durch die Jugendämter.

Das Konzept der längeren Isolation gegenüber der Herkunftsfamilie, um die Eingewöhnung zu fördern und so genannte Loyalitätskonflikte zu vermeiden ("Phasen- oder Stufenmodell"), halten wir für einen Verstoss gegen familiale Grundrechte. Ebenso müssen die Eltern sofort erfahren, wohin ihre Kinder gebracht werden.

Da Kinder den Pflegefamilien und Einrichtungen einen höheren finanziellen Satz bringen, wenn Kinder persönliche Probleme und Schulprobleme aufweisen, besteht hier kaum ein Anreiz, Kinder ausreichend zu fördern. Es wird nicht kontrolliert, ob die gezahlten Gelder bei den Kindern ankommen.

Wir erleben Kinder und Jugendliche, die nach der Wegnahme und nach der eventuellen Rückführung in ihre Familien traumatisiert sind und bleiben. Dokumentiert sind auch Fälle von Gewalt (bis hin zu Knochenbrüchen als Folge) und von sexuellem Missbrauch in solchen Einrichtungen und in Pflegefamilien.

Demonstration
Demonstration von Hoffnungsstern am 31.05.2015 in Velbert mit 5.000 Teilnehmern.

Eltern haben ein Recht darauf, ihre Kinder auch in ihrer Sprache, Kultur und Religion zu unterrichten. Wir fordern, dass Kinder und Jugendliche bei einer Fremdunterbringung in Familien entsprechend ihrer familiären Kultur untergebracht werden.

Unwürdige Erziehungsmethoden wie zum Beispiel "Isolationsräume" in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe lehnen wir ab. Wir kennen ferner Fälle, in denen die Einrichtungen Kinder über das Wochenende aus Personalmangel in psychiatrische Einrichtung schicken, wo sie unter anderem bei Aufsässigkeit stundenlang fixiert werden.

Eine Kontrolle durch die staatliche Hand scheint es nicht mehr zu geben. So räumt das Landesjugendamt Schleswig-Holstein ein: "Beim Landesjugendamt möchte ich noch einmal deutlich machen, dass wir in Schleswig-Holstein 1.300 Heime haben, die zu beaufsichtigen sind. Beim Landesjugendamt sind auch die Kitas der kreisfreien Städte zu beaufsichtigen. Das heißt, es geht um 1.800 Einrichtungen, die zurzeit von sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut werden."

Wir erleben Fälle, wo junge Erwachsene nach jahrelangem Aufenthalt in Einrichtungen und Pflegefamilien nicht fähig sind, ein selbstständiges Leben zu führen. Sie bleiben weiterhin auf Betreuung und das Leben in Einrichtungen angewiesen.

Wir begrüßen den Trend in der Stadt Duisburg, die Zahl der Inobhutnahmen durch ein breites Spektrum von sinnvoller Unterstützung und Hilfsangeboten im Zeitraum von 2002 bis 2011 um 25,7 Prozent senken zu können.

Familiengerichte müssen für die Familien da sein!

Wir empfinden den Bericht im Spiegel vom 15.10.2015 über die personelle Überforderung an den deutschen Familiengerichten alarmierend: "Dem Bundesamt für Justiz zufolge etwa waren 1500 Richter nur mit Familiensachen beschäftigt. 2013 gab es etwa 650.000 neue derartige Verfahren, knapp 670.000 wurden erledigt. Das bedeutet 420 neue und 432 abgeschlossene Verfahren pro Richterstelle im Jahre 2013.

Hier droht die Entfremdung der Richter von den Fällen. Insbesondere verlassen sich die Richter zunehmend alleinig auf die Vorgaben der Jugendämter, in denen die Mitarbeiter und Leiter wiederum in gutem Kontakt zu den Jugendhilfe-Unternehmen stehen.

Wir haben Fälle, in denen die Gerichte trotz mehrerer vorliegender positiver Gutachten die Verfahren fünf Jahre lang betrieben, bis sie die Rückgabe von weggenommenen Kindern zurück zu ihren Eltern und Geschwistern beschlossen.

Wir kennen Eltern, denen zur Strafe für ihre Kritik der Umgang mit den Kindern von den Jugendämtern zeitweise über ein Jahr lang verweigert wurde. Ferner kennen wir Hausverbote bei Gerichten und Jugendämtern.

So erreichen Sie uns

Wir sind gerne für alle Betroffenen da. Für Presseanfragen stehen wir gerne zur Verfügung. Unsere Kontaktdaten finden Sie im Impressum.